EINE GLOSSE VON GEORG HARZ

Herzlichen Glückwunsch nachträglich an alle, die in diesem Jahr endlich wieder einmal ihren Geburtstag feiern konnten. Denn mit dem 29. Februar als Geburtstag wird man wesentlich langsamer älter, als die übrigen Zeitgenossen. Denn nur in den sogenannten Schaltjahren haben diese Geburtstagskinder endlich wieder einmal die Chance, auch am richtigen Datum ihren Ehrentag zu feiern!

Denn nur alle 4 Jahre kann eine große Party mit allen Freunden starten. Alle diese Freunde wurden natürlich in der Regel mit 6 Jahren eingeschult, während unser am 29. Februar geborenes Kind gerade erst einmal 1 1/2 Jahre alt war. Den Führerschein haben die Freunde mit 18 Jahren bekommen, unser „Beispielkind“ durfte sich aber schon mit 4 1/2 Jahren hinter das Lenkrad eines Autos setzen.

Das alles wollte Julius Cäsar mit seinem julianischen Kalender verhindern, aber er konnte sich einfach nicht durchsetzen und dann kam auch noch das Desaster mit dem Dolch vom Brutus. Damit war der Weg frei für den Papst Gregor XIII, der im Jahre 1582 einfach einen anderen Kalender einführte und ihn natürlich in großer Eitelkeit den „gregorianischen Kalender“ nannte. Dieser Sonnenkalender enthält mit dem eingeschobenen 29. Februar einen zusätzlichen Schalttag. Bei diesem künstlichen Schaltvorgang hat der Papst natürlich nicht bedacht, dass es tatsächlich auch Menschen geben könnte, die ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Male das Licht der Sonne erblicken würden! Und so wird es weiterhin einige Geburtstagskinder geben, die ihren Geburtstag einmal am 29. Februar und dann dreimal hintereinander am 1. März feiern werden. Vorfeiern sollte man nicht, das finden übrigens auch 57,83% der von mir befragten Bürger in unserer Stadt. Na, denn herzlichen Glückwunsch.

03 02

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